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FAQ

1. Wer sind die Freiwilligen?

Freiwillige sind Menschen, die ohne dafür einen Lohn zu erhalten, in Sozial- und Umweltschutzprojekten arbeiten.

Volunteers sind nicht etwa pure Altruisten; durch die Arbeit als Freiwilliger macht ihr großartige Erfahrungen, erlangt Fertigkeiten, eignet euch neues Wissen an und vergrößert euren Freundeskreis. In vielen Organisationen beginnen Karrieren mit der Arbeit als Volunteer. Oft eröffnen sich so neue Wege in die Welt der bezahlten Jobs, denn hier könnt ihr euch beweisen und neues Lernen. Ehemalige Volunteers gründen dank der gemachten Erfahrungen manchmal sogar neue, eigene Projekte und Organisationen.

Außerdem sind Freiwillige die unverzichtbare Basis für non-profit- und non-governmental-Organisationen, erst sie ermöglichen durch ihre Arbeit das Erreichen der sozialen und ökologischen Ziele. Der GBT wird euch immer mit offenen Armen empfangen und dir Tätigkeiten geben, die zu eurem individuellen Hintergrund passen. Unsere Organisation ist fast ausschließlich auf die Arbeit von Volunteers angewiesen. Daher können wir viele verschiedene Arbeitsfelder bieten. Wir schätzen die Arbeit der Freiwilligen hoch ein und sind dankbar für ihre Hingabe für eine ökologisch nachhaltige Welt.

Dies sind die Hauptarbeitsgebiete der Volunteers:

• Arbeit in den Camps der Sommerprojekte (Bau der Wanderwege, Bau von kleinen Brücken, Zelt- und Lagerplätzen und anderer, notwendiger Infrastruktur, Müllsammlung etc.)
• Büroarbeit (Finden neuer Volunteers für die Sommercamps, Social Networking, Aktivitäten im GBT Club, Teilnahme an sozialen Projekten in Irkutsk, Übersetzungsarbeiten, etc.)
• Teilnahme and Bildungs- und Umweltprogrammen (Unterricht in Schulen, Erstellung und Haltung von Seminaren, Teilnahme an Austellungen, Konferenzen, etc.)
• Teilnahme an weiteren Projekten (Baumpflanzungen, Müllsammlung, etc.)

2. Warum müssen die Freiwilligen dafür bezahlen, dass sie arbeiten dürfen?

Einige internationale Volunteer-Organisationen sind in der Lage, freie Unterkunft und Verpflegung zu bieten, manchmal sogar Zuschüsse zu Reisekoten zu zahlen. Dies ist nur möglich, wenn diese Organisationen finanzielle Unterstützung seitens der Regierung oder aus dem Privatsektor erhalten. Leider haben russische non-profit- und non-governmental-Organisationen nicht diese Möglichkeiten. Der GBT bekommt keinerlei finanzielle Unterstützung für das Bezahlen von Unterkunft und Verpflegung für die Freiwilligen. Die wenige Unterstützung, die wir bekommen, müssen wir laut Gesetz dafür verwenden, Werkzeuge und Ausrüstung zu kaufen. Deshalb sind unsere Sommercamps nicht kostenlos. Das gesamte Geld von den Volunteers wird für diese wieder ausgegeben und der GBT erwirtschaftet dadurch keinerlei Gewinne.

3. Warum bauen wir den großen Baikal-Wanderweg?

Wir wollen eine Basis für den ökologischen Tourismus am Baikalsee schaffen und somit eine Alternative zur industriellen Erschließung dieser einzigartigen Region anbieten. Außerdem ist es unser Ziel, das Umweltbewusstsein in der Region zu stärken.

4. Was machen die Freiwillige auf dem Projekten von Great Baikal Trail (GBT)?

Die GBT-Projekte sind von körperlicher Arbeit geprägt, meistens unter freiem Himmel und in abgelegenen Gebieten Sibiriens. Die meisten Projekte sind auf zwei Wochen angelegt, aber es besteht auch die Möglichkeit, nur eine oder sogar drei Wochen bei uns zu arbeiten. Die Volunteers bauen nicht nur die Wanderwege selbst, sondern auch notwendige Einrichtungen wie Picknicktische, Toiletten, oder nützliche Hinweisschilder entlang der Pfade. Manchmal wird die Gegend mit dem Auto erreichbar sein, doch manchmal sind wir so weit von der Zivilisation entfernt, wie man sich es nur vorstellen kann.

5. Wer wohnt am Baikalufer?

Während unserer Projekte treffen wir immer wieder Einheimische, die hier teilweise schon seit Jahrhunderten wohnen. Zu ihnen gehören die Burjaten und Ewenken, deren Geschichte sich bis zur Zeit Dschingis Khans zurückverfolgen lasst.

6. Ist das wirklich etwas für mich?

Die Great Baikal Trail-Projekte sind für Menschen, die gerne aktiv sind, auch während ihrer Ferien. Wir versuchen immer, eine Mischung aus Arbeit für das Projekt und Genuss der Natur und Kultur zu finden. Wir erwarten von unseren Freiwilligen Flexibilität und den Willen, das Leben in freier Natur positive anzugehen. Daher bieten wir auch keine Touristenreise an den Baikalsee an, sondern wir laden euch ein, gemeinsam etwas großartiges zu bauen – ein nachhaltiges System von Wanderwegen rund um den Baikalsee. Die Arbeit mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kann großen Spaß machen. Ihr werdet neue Leute kennenlernen, Freundschaften schließen, neue Fertigkeiten erwerben und vor allem: Ihr werdet die Welt zu einem besseren Ort machen. Das alles in nur zwei Wochen.

7. Brauche ich die spezielle Fertigkeiten?

Nein. Unsere Projektleiter ist trainiert in Volunteer Management und werden euch alles beibringen, was ihr wissen must. Außerdem bringt jeder Volunteer seine eigenen, speziellen Fähigkeiten mit ins Projekt.

8. Muss ich Fremdsprachen können?

Die offiziellen Sprachen bei den Projekten sind Englisch und Russisch. Eine der beiden Sprachen solltet ihr beherrschen, aus Sicherheitsgründen und um mit Spaß dabei zu sein.

9. Kann ich bei gesundheitlichen Problemen trotzdem am Projekt teilnehmen?

Wir bieten Projekte mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden an. Es gibt Projekte, die verlangen harten körperlichen Einsatz und welche mit weniger harter Arbeit. Bitte informiert euch vorher bei uns, welche Projekte bei bestimmten gesundheitlichen Beeinträchtigungen für euch infrage kommen.

10. Gibt es die Möglichkeit, eine spezielle Verpflegung zu bekommen?

In allen Projekten wird gesundes, einfaches Essen angeboten, auch für Vegetarier. Während der Arbeit in weit entfernten Gebieten können wir kein besonderes, ausgefallenes Essen anbieten, allein aus logistischen Gründen. Solltet ihr spezielle Wünsche haben, klärt dies bitte mit uns im Vorfeld des Projekts, an dem ihr teilnehmen wollt.

11. Bin ich zu jung oder zu alt, um an den Projekten teilzunehmen?

Volunteers müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Solltet ihr zwischen 14 und 18 Jahre alt sein, dürft ihr gerne mit euren Eltern oder als Teil einer speziellen Gruppe kommen. Oder eure Eltern unterschreiben einen speziellen Antrag, mit dem sie euch erlauben, allein am Projekt teilzunehmen. Eltern und Minderjährige sollten aber wissen, dass die Projekte für Erwachsene entworfen wurden und seitens des GBT keinerlei spezielle Aufsicht über Minderjährige gestellt werden kann. Wir erwarten, dass sich diese wie Erwachsene benehmen.
Die Altersobergrenze liegt bei 60 Jahren. Solltet sich ältere Semester dennoch fit genug fühlen, bitten wir diese, uns vorher zu kontaktieren. Seien Sie aber realistisch in der Einschätzung ihrer Gesundheit und Fitness.

12. Wer wird außer mir noch am Projekt teilnehmen?

Meistens sind ungefähr die Hälfte der Freiwilligen Ausländer und die andere Hälfte Russen. Vorher last sich das aber nie mit Bestimmtheit sagen. Viele Volunteers kehren jeden Sommer zu uns zurück. Die Volunteers sind ganz unterschiedlichen Alters und bringen unterschiedliche Lebenserfahrung mit. Warum auch immer, üblicherweise sind ca. 60 Prozent der Teilnehmer weiblich und 40 Prozent männlich. Die meisten GBT-Volunteers bleiben auch nach den Projekten in Kontakt und schließen Freundschaften fürs Leben.

13. Wie groß sind die Gruppen?

Die Gruppengröße ist meistens zwischen 10 und 18 Personen, plus Gruppenleiter, Assistent des Gruppenleiters und Übersetzer.


14. Wie gelangen Freiwilligen zum Baikalsee? Müssen sie allein zum Camp reisen?

Normalerweise bitten wir die Freiwilligen, eigenständig zu den vorher bekanntgegebenen Treffpunkten am Baikalsee zu reisen. Diese Treffpunkte werden einen Monat vor Beginn der Projekte bekanntgegeben. Von dort reist die Gruppe gemeinsam in die Gegend des Projekts. Auf Wunsch können wir es organisieren, dass ihr am Flughafen oder Bahnhof eurer Ankunftsstadt abgeholt werdet. Viele Freiwillige reisen eigenständig an, oder treffen sich mit anderen Projektteilnehmern, um gemeinsam zu den Treffpunkten zu fahren. Sie lernen sich so bereits kennen und können erste Freundschaften schließen. Um dies zu organisieren, helfen wir gerne. Wie auch immer, denkt bitte daran, dass ihr gemeinsam für die nächsten zwei Wochen an einem Ort „festsitzt“. Freundlichkeit und gegenseitiger Respekt sind dabei nötig, um Konflikte zu vermeiden.

15. Wo werden die Projektteilnehmer untergebracht?

Ihr werdet in Zelten übernachten, mitten in der Natur. Dabei teilen sich immer zwei Teilnehmer des Projekts ein Zelt. Die Zelte werden von uns gestellt, Schlafsäcke und Isomatten müsst ihr selbst mitbringen. In einigen Projekten ist eine Unterbringung in Blockhütten oder bei Einheimischen möglich.

16. Wie ist der Tagesablauf bei den Projekten?

Bei trockenem Wetter werdet ihr 5 Tage in der Woche, jeweils 6 Stunden arbeiten. Bei schlechtem Wetter, besteht die Arbeit aus Übersetzungen und der Herstellung von Hinweis- und Informationsschildern entlang der Wanderwege, sowie unterhaltsamen Diskussionsrunden und Aktivitäten im Trockenen. Jedes Projekt hat einen eigenen, individuellen Ablaufplan. Normalerweise stehen die Teilnehmer um 8 Uhr morgens auf, bereiten gemeinsam das Frühstück vor, frühstücken um 9 Uhr und beginnen mit der Arbeit um 10 Uhr. Die Mittagspause ist zwischen 14 und 16 Uhr, danach geht die Arbeit bis 19 Uhr weiter. Danach ist Freizeit angesagt, in der die Teilnehmer schwimmen, wandern, lesen oder einfach nur mit Freunden relaxen können. Das Abendessen ist üblicherweise um 19.30 Uhr, gefolgt von einer Teamsitzung, in der über den abgelaufenen Arbeitstag diskutiert wird. Außerdem gibt es spezielle Themenabende, in denen zum Gitarrenspiel gesungen wird (Russen lieben Gitarrenmusik), Spiele gespielt werden und das Wissen über die unterschiedlichen Kulturen geteilt wird.
Am Wochenende gibt es, je nach Projekt, möglicherweise die Chance, eine original russische Sauna (Banja) zu besuchen, Einheimische zu treffen, wandern zu gehen oder nahegelegene heiße Quellen zu besuchen. Außerdem ist genügend Zeit zum Sonnenbaden. Überraschungen passieren immer wieder in den Projekten. Alle optionalen Aktivitäten der einzelnen Projekte sind in den jeweiligen Projektbeschreibungen aufgelistet.
Es gibt keine heißen Duschen oder heißes Wasser in den Camps (es sei denn, ihr kocht das Wasser selbst)!
Die Teams kochen ihr Essen selbst. So hat jeder die Chance, seine Lieblingsrezepte (für die ihr evtl. eigene Zutaten mitbringen müsst) mit den anderen zu teilen.

17. Was muss ich mitbringen?

Alle Volunteers erhalten nach ihrer Anmeldung eine Liste von uns, auf der alle selbst mitzubringenden Utensilien stehen. Für die meisten Projekte sind Arbeitshosen, T-Shirts, warme, wasserfeste Kleidung für Regentage und gute Schuhe nötig.

18. Wo sind die meisten GBT-Camps?

GBT arbeitet in den atemberaubendsten Gebieten Sibiriens – der Baikalsee-Region. Wir arbeiten in Naturreservaten, Wäldern, Stammesgebieten der Ureinwohner, Nationalparks und anderen historisch wertvollen Arealen. Es ist das Land der Braunbären und Süßwasserrobben. Die Landschaften variieren zwischen Steppen, Wäldern und alpinen Gebirgen, von Taiga und Tundra bis zu den Uferregionen des Baikalsees.

19. Was für Lebensmittel werde ich essen?

Wir kaufen das Essen vorher und bringen es in die Camps. Das Team entscheidet gemeinsam über den Kochplan, wer das Essen zubereitet und wer den Abwasch macht. Jeder bekommt drei warme Mahlzeiten am Tag, die nach Ansicht der Russen nötig sind, um gute körperliche Arbeit zu leisten. Außerdem wird abends und nachts viel heißer Tee am Lagerfeuer getrunken. Während der Arbeit gibt es Pausen mit Tee, Wasser und verschiedenen Snacks. Ihr werdet wilde Beeren, Nüsse und Pilze probieren können. Das Essen im Camp ist einfach, aber nahrhaft und lecker – wir werden kein Restaurantessen in der Natur servieren können. Wir bitten darum, in der Arbeitswoche keinen Alkohol zu trinken. Einige Camps haben aufgrund der Anwesenheit von Kindern strengere Regeln zum Alkoholkonsum.

20. Was lerne ich über das Leben der Einheimischen?

Die Einheimischen sind warmherzige, offene Menschen, die ihr Leben und ihre Traditionen berichten. Ihr habt die einmalige Möglichkeit, mit diesen Leuten zu leben und zu arbeiten und euch über eure unterschiedlichen Lebenserfahrungen auszutauschen.

21. Werde ich Zeit haben, Fotos zu machen?

Natürlich! So viele, wie ihr wollt! Wenn ihr Fotos von den hier lebenden Menschen machen wollt, fragt diese um Erlaubnis. Wir würden uns freuen, wenn ihr eure Fotos mit uns teilt, so dass wir die Besten dafür nutzen können, noch mehr Freiwillige für unsere Projekte zu begeistern.

22. Kann ich länger bleiben oder früher abfahren?

Wir erwarten, dass alle Teilnehmer bis zum Ende des Projekts dabeibleiben. Einige Projekte haben Zugang zur hiesigen Infrastruktur und können jederzeit verlassen werden. Andere hingegen sind weit abgelegen in der Wildnis und können sehr schwer vorher verlassen werden. Solltet ihr dennoch den Wunsch haben, vorher abzureisen, besprecht dies mit dem zuständigen Projektleiter.

23. Wie ist es mit Visum?

Um nach Russland zu reisen, benötigt ihr ein Visum! Dank unserer Partner können wir euch die dafür notwendige Einladung innerhalb von drei Tagen beschaffen (Touristenvisum, gültig bis zu 31 Tage). Solltet ihr das Original-Dokument benötigen, können wir dies 15 Tage vor Projektstart beschaffen. Die Kosten dafür und die offizielle Registrierung vor Ort sind in den Projektgebühren bereits enthalten.

Nach eurer Ankunft helfen wir euch mit der gesetzlich vorgeschriebenen Registrierung bei den lokalen Behörden. Bitte bedenkt, dass die Registrierung einen Tag in Anspruch nimmt und ihr uns euren Reisepass (oder eine Kopie), Migrationskarte und Visum geben müsst.

24. Wie werde ich Mitglied eines GBT-Teams?

Wählt euch einfach ein Projekt aus der Liste auf unserer Webseite aus, dass euch gefällt und in euren Zeitplan passt. Wir bitten euch, die Projektgebühr von ca. 20000 Rubel (ca. 300 US-Dollar bzw. 270 Euro, den momentanen Umtauschkurs findet ihr hier: http://www.cbr.ru/eng/currency_base/daily.asp) mitzubringen. Die genaue Gebühr unterscheidet sich etwas von Projekt zu Projekt. Damit werden Lebensmittel, Zelte, Werkzeuge, Trainings, Übersetzungs- und Registrationsgebühren und die Aktivitäten an den freien Tagen bezahlt. Die Bezahlung der Gebühr erfolgt nach eurer Ankunft in einem unserer Büros, in bar, oder ihr überweist das Geld vorher auf unser Konto. Informationen dazu erhaltet ihr unter der Email-Adresse info@greatbaikaltrail.org

25. Welche Kosten kommen noch auf mich zu?

Alle Teilnehmer müssen ihre Anreise nach Russland (und zu den Projekten) sowie die Visagebühren bei den zuständigen russischen Konsulaten in ihren Heimatländern selbst bezahlen. Auf der Webseite der Projekte findet ihr eine Liste mit den exakten Kosten.

27. Wie kann ich noch mehr Informationen bekommen?

Füllt eine Bewerbung aus und sendet diese an uns. Oder kontaktiert uns unter: projects@greatbaikaltrail.org