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Unsere Geschichte

1997. Die geniale Idee, einen Wanderweg um den Baikal zu bauen, wurde da geboren, wo es auch passieren sollte - am Ufer des Baikalsees. In dieser Zeit fand am Baikal das Projekt „Bed and Breakfast and Baikal“ im Rahmen des Projektes ROLL von der US-Agentur für internationale Entwicklung (US AID) statt. Die Idee über die Schaffung eines Wanderweges rund um den Baikal wurde schon oft angesprochen. Zum Beispiel sprach Oleg Gusev darüber. Er ist ein bekannter Schriftsteller, Fotograf und Wissenschaftler, der bei dem Barguzinskij Naturreservat mehr als 30 Jahre arbeitete und der Initiator der Gründung von dem Baikal-Lena Naturreservat war. Nach dem Besuch des Appalachi Trail in der USA wurde Oleg klar, dass die Erschaffung des Wanderwegesystem am Baikalsee den Naturschutzzwecken dienen kann. Auch der Tourist aus Irkutsk, der Schriftsteller Valentin Brjanskij, hat bereits seit den 70-er Jahren die Idee der Schaffung eines Wanderweges um den Baikalsee herum unterstützt.

1998 war die Fortsetzung des Projektes «Bed and Breakfast and Baikal». Die Idee war einfach: Das aufzubauende Netz der privaten Mikrohotels bekommt seine Touristen, wenn es mit den Wanderwegen verbunden wird.

1999 wurde das Projekt auf den internationalen Ausstellungen in Schottland und Holland präsentiert sowie während des Seminars der Vertreter von den Weltnaturerbegesellschaften der UNESCO in Ulan-Ude und im April 2000 während des internationalen Ökotourismuskongresses in Brasilien.

Im Juni 2000 stellte Andrej Suknew das Projekt „Great Baikal Trail“ vor den Vertretern der Weltbank, des Waldservices der USA, Greenpeace und den Leitern der Umweltschutzbehörden des Irkutsker Gebietes und des Gebietes Burjatien vor. Diese Präsentation sprach den Stellvertreter des Hauptförsters des Wassereinzugsgebiets des Thoesees Ed Guy an. Er ist mit dem Wanderwegesystem am Tahoesee «Tahoe Rim Trail» sehr gut vertraut.

2001 organisierte Ed Guy für hochrangige Beamte vom Forest Service USA eine Reise zum Baikalsee. Als Ergebnis dieser Reise wurde das gemeinsame Austauschprojekt für den Beginn der praktischen Realisierung des Projektes „Great Baikal Trail“ gestartet.

Von 2001 bis 2002 wurde das Logo des vielfältigen Projektes „Great Baikal Trail“ ausgearbeitet.

Sommer 2002... wer hätte geahnt, dass sich genau zu dieser Zeit der Traum von so vielen Baikalreisenden anfängt zu erfüllen – die Gründung des Great Baikal Trails (GBT). Geträumt wurde er schon 30 Jahre lang, unter anderem von den Sibiriern selbst, stolzen Naturliebhabern und Abenteurern, wie Oleg Gusev und Valentin Bryanskii, deren Geschichten die russischen Kinder bis zum heutigen Tag faszinieren.

In den Jahren 2002 und 2003 finanzierte Forest Service USA eine Reihe von Austauschreisen zwischen Fachleuten im Wanderwegebau und den lokalen Naturschutzgebietsvertretern. In der gleichen Zeit schließlich erhielten die beiden Organisationen, der „Sporttourismus- und Bergsteigerverband der burjatischen Republik“, Russland und „Baikal Watch“, San Franzisco, USA für ihre Zusammenarbeit und ihren Erfahrungsaustausch von der Stiftung für russisch-amerikanische ökonomische Kooperation Fördermittel, die den Bau eines Wanderweges zum Ziel hatten. Im Herbst 2002 reisten Wegebauspezialisten von der Tahoe Rim Trail Association, dem US Forest Service und Earth Corps an den Baikal. Sie trafen sich mit Repräsentanten der Naturreservate, redeten über Wegebau in Amerika, aber vor allem verliebten sie sich in die sibirische, wilde Natur und in unseren See. Einen sehr großen persönlichen Beitrag leistete Harry Cook – der Direktor von Baikal Watch.

Im Januar 2003 reiste eine Gruppe von interessierten Leuten aus dem gesamten Baikalgebiet an die Westküste der USA, um herauszufinden, was für den Bau eines Wanderweges zu tun ist. So entstand im Februar, in der kleinen, ruhigen Stadt Virginia City, Nevada, die intensive Diskussion um die Frage, nach allem was man über den Wegebau in Amerika erfahren hatte, „werden wir einen Wanderweg am Baikal bauen...?“ Ausschließlich Russen, namentlich Arkady Kalikhman, Andrei Suknev, Evgenii Maryasov, Vera Butorova, Vasilii Sutula, Sergei Baldanov und Ariadna Reida, beteiligten sich an der Debatte und entschieden: „Wir werden einen Weg bauen!“ Mit der Hilfe von Freiwilligen sollten internationale Workcamps stattfinden, in denen man arbeitet, sich erholt und Leute aus anderen Ländern und Kulturen kennenlernt, und all das am Ufer dieses unbeschreiblich schönen Sees.

So wurde es entschieden...und so wurde es gemacht!

Im Sommer 2003 konnten die ersten 6 Freiwilligengruppen mit der Unterstützung des Baikalreservats, des Zabaikalskii Nationalparks, der Gemeindeorganisation „Ust’e“ aus Bolshoe Goloustnoe, dem Club „Labor für aktiven Tourimus“ aus Ulan-Ude, der NRO „GReeN“ sowie der Schule für Tourismus und ökologische Bildung aus Severobaikalsk damit beginnen, einen Wanderweg zu bauen. In dieser ersten Saison nahmen 136 Freiwillige bei GBT teil. Die Mehrheit der russischen Teilnehmer waren Studenten, die die einzigartige Möglichkeit wahrnahmen, unterschiedliche Ecken des Baikals zu besuchen und etwas Produktives mit eigenen Händen zu erarbeiten. Im Herbst wurde auf vielfachen Wunsch der Studenten der GBT-Jugendclub gegründet. Ausländische Freiwillige kamen zum Club und halfen zusammen mit den russischen Studenten bei den Vorbereitungen der nächsten Saison.

Im Februar 2004 wurden drei russische Studenten zu einem Praktikum bei Earth Corps in Seattle, USA geschickt, um Fähigkeiten für den Wegebau und die Leitung von Freiwilligencamps zu erlernen. Sie kehrten rechtzeitig zum Beginn der Saison 2004 zurück. Mit ihnen kamen ein paar Wegebauspezialisten von Earth Corps, die ganze drei Monate mit ihrer Arbeit in 15 unterschiedlichen Projekten unterstützend tätig waren. Aber sie blieben nicht die Einzigen, die kamen, um am Baikal zu arbeiten. Ebenso haben Josh Hartshorn, Alan Meyer, Alastair Locke und John Green einen Teil ihres Herzens und neue Freunde an den Baikal verloren, so dass es klar war, dass sie im nächsten Jahr an sein Ufer zurückkehren werden! Das Jahr 2004 war auch deswegen ein Bezeichnendes, da der gemeinnützige Club Rotary International die Schirmherrschaft über 100km Wanderweg übernahm und uns ihren wundervollen Projektleiter – Dave Brann – schickten. Das war aber noch nicht alles. In diesem Jahr begann die Zusammenarbeit mit Baikalplan aus Dresden, die sich vornahmen, uns 100 Deutsche als Freiwillige zur Hilfe für den Bau des Weges zu schicken.

Ebenfalls noch 2004 entstand die Idee der Gründung einer gemeinnützigen Organisation (MOO GBT) zur überregionalen Koordinierung des Projekts GBT in den Gebieten der Burjatischen Republik und des Irkutsker Gebietes.

Im Winter 2004-2005 begann der GBT Club mit ernsthafteren Aktivitäten zur Kinder- und Jugendarbeit. Freiwillige reisten zu Dorfschulen am Baikal, um dort mit den Kindern einen interaktiven Unterricht zum Thema Ökologie zu gestalten, sie bereiteten Ausstellungen vor und, das wichtigste Ergebnis: die Kinder waren so begeistert, dass sie Gruppenleiter und Übersetzer werden wollten. Um dieses Ziel zu erreichen, organisierten sie Kurse, wegen derer sie jedes Wochenende im Frühjahr beschäftigt waren. Im Mai begannen in Listwjanka Theorie-Kurse mit der Möglichkeit, Ihr Wissen und Können auch praktisch zu beweisen. Regelmäßig nimmt der Verein GBT an verschiedenen Maßnahmen teil wie z.B. an dem Winterfest Simnjade, dem Tag des Baikal u.a. Der Verein aus Ulan Ude hat soziale Projekte organisiert. Gemeinsam wurden Neujahrsgeschenke für Kinder in Kinderheimen gesammelt und an Hunderte Kinder in Heimen und Reha-Einrichtungen verteilt.

Im Frühjahr 2005 haben Freiwillige in Ulan Ude und Irkutsk Parkwege in den städtischen Parks erneuert. So schufen Freiwillige in Ulan Ude auch mehr als 300m rollstuhlgerechter Wege.

Die Saison 2005 verging wie ein Flug – 30 Projekte und längst nicht mehr alle waren direkt am Wegebau beteiligt; andere Projekte beinhalteten Reparaturen an einem „Dazan“ (einem buddhistischen Kloster), setzten sich mit der Kultur und der Lebensweise der Bevölkerung am See auseinander (halfen z.B. den lokalen Bauern beim Heu mähen), unterstützten den Abbau von verlassenen Gebäuden, die sich in dem zuvor vergrößerten Nationalpark befanden, gestalteten Informationstafeln und vieles mehr! Darüber hinaus überträgt GBT inzwischen seine Erfahrungen auf Kamtschatka. Hauptpartner von GBT blieben die Organisationen „ Insel der Erde“ aus San Francisco ; „Gebäude Erde“ aus Seattle und „ BaikalPlan“ aus Dresden.

Im Jahr 2006 konnten wir die Qualität der Ausführung der Arbeit erhöhen, Arbeiten für russische und ausländische Spezialisten ausführen und die geographische Ausdehnung der Projekte erweitern. Die Projekte wurden interessanter und unterschiedlicher. Wir führten sehr spezifische Projekte durch , darunter auch welche unter Beteiligung von Kindern. Wie schon in den vorherigen Jahren nehmen wir an städtischen Projekten teil, arbeiten aktiv mit der Administration der Stadt Irkutsk zusammen, nehmen an gemeinsamen Projekten zur Erhaltung von Naturschutzgebieten, Forstwirtschaften u.a. Organisationen des Irkutsker Gebietes und der Burjatischen Republik, die sich für unsere Arbeit interessieren.

Das Zentrum für Expertisen „EKOM“ veröffentlichte ein Rating zur Popularität von ökologischen NGO´s im Jahr 2005. Es wurde die Tätigkeit im gesellschaftlichen Interesse in 40 allrussischen und regionalen Organisationen bewertet nach der Anzahl der Anfragen und Funde bei Internetsuchen bewertet. Die führenden Positionen nahmen Greenpeace, WWF und die Bewegung „Klingende Zedern Russlands“. Die überregionale gesellschaftliche Organisation „Great Baikal Trail“ belegte den 6. Platz, noch vor Organisationen wie „Baikal Wave“, „Zentrum der ökologischen Politik Russlands“, „Moskauer Gesellschaft der Naturerkunder“ , des ökologischen Zentrums der Naturschutzgebiete und „Ökologische Wache Sachalins“.

Im Jahr 2006 bekam die überregionale Organisation „GBT“ die nationale Auszeichnung im Rahmen der Freiwilligen-Projekte von 2005 für das Freiwilligen-Projekt des Baus ökologischer Wanderwege.

Diese Auszeichnung ist auch ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes der Gesellschaft für den freiwilligen Dienst und Beitrag zur Weiterentwicklung von Volontariaten.

2007 – GBT arbeitet seit 5 Jahren an Projekten. In den 5 Jahren wurden 94 internationale Sommerlager-Projekte mit Freiwilligen zum Anlegen und der Pflege von Wanderwegen in m Irkutsker Gebiet und der Burjatischen Republik durchgeführt. Es nahmen insgesamt 1945 Freiwillige aus vielen Gebieten Russlands (Irkutsk, Angarsk, Ulan-Ude, Severobaikalsk, Usolje-Sibirrskoje, Ust-Bargusin, Novosibirsk, Bargusin, Tanchoi, Omsk, Barnaul, Moskau, St. Peterburg, Ushewsk, Voroesh u.a. ) sowie aus ca. 20 Ländern teil (Deutschland, Österreich, Australien, Frankreich, Schweiz, England, USA, Niederlande, Italien, Dänemark, Belgien, Finnland, Schottland, Kanada, Spanien, Neuseeland, Irland, Ungarn, Mongolei u.a.) Unter Beachtung aller Projekte in diesen 5 Jahren waren mehr als 3000 Menschen aktiv beteiligt – über die oben genannten hinaus in den städtischen Projekten in Parks, die für die Kinder und Jugendliche, bei Seminaren, Runden Tischen usw.

Im Jahr 2008 wurde die geographische Reichweite der Projekte ausgedehnt bis zu den Pribaikalski und Sabaikalski Nationalparks und Waldgebieten. Erste Projekte liefen auch im Tunkin-Nationalpark sowie Seminare auf dem Gebiet des Vitimsker Nationalparks (Bodaibo).

Wie schon in den vorhergehenden Jahren nimmt GBT wieder aktiv an städtischen Projekten teil zum Anlegen und Pflegen von Park. Die Erhaltung der Natur bedeutet auch die Beseitigung von Müll, alten Bäumen, der Bau von Sitzecken, Drainage-Systemen genauso wie auch der Bau von Brücken und Bänken.

Beispiele dafür sind das Puschkin-Wäldchen in Irkutsk, der Park der Pariser Kommune, die Renaturierung eines Gebietes im Sverdlovsker Rayon mit staatlichen Mitteln. GBT nahm an Ereignissen teil wie „Tage der Verteidigung vor ökologischen gefahren“, Frühlingswoche der guten Tat“ und „Tag des Baikal“

In den Jahren 2008-2009 haben die Klubmitglieder von GBT das Emblem der Organisation „Great Baikal Trail“ erarbeitet.

2009: Neben der Fortsetzung der Projekte an Wanderwegen und in städtischen Parks wurde vor allem die Bildungsarbeit intensiviert. Es wurden Seminare und durchgeführt zu „Interpretation der ökologischen Wanderwege anhand von Flora und Fauna“ und „Bewertung des Wegezustandes am Baikalsee und Perspektiven zur Entwicklung eines ökologischen Tourismus“.

Unter anderem wurden dabei diskutiert, wie Standards zum Wegebau aussehen, die Klassifizierung der Wanderwege, wie Freiwillige zu gewinnen sind sowie die Einbindung internationaler Erfahrungen u.v.a.

Im Jahr 2010 wurden die sozialen Projekte fortgesetzt. Das betraf interaktive Workshops für Kinder in den Dörfern und Siedlungen der Baikalregion und die Zusammenarbeit mit Kindern aus dem Sozialen-Reha-Zentrum in Irkutsk; außerdem in Tanchoi, Meget, Bolschoje Goloustnoje und Port Baikal.

2010-2011 die bewährte Arbeit der vergangenen Jahre wird fortgesetzt und kann im Überblick zu unseren Projekten im Detail eingesehen werden.

2012 – das Jahr des 10-jährigen Jubiläums des Bestehens von GBT – Great Baikal Trail-Sommerlagern zum Wegebau. In den 10 Jahren von 2003 – 2012 nahmen mehr als 4500 Freiwillige an 180 internationalen Sommerlagern zum Bau und der Pflege der Wanderwege rund um den Baikalsee teil.

2013: Wir haben 11 internationale Sommer Projekte durchgeführt, bei denen wir Wege gebaut und ausgebessert haben. Außerdem haben wir viele Seminare und Bildungsprojekte über Umwelt und Naturschutz abgehalten. Zusätzlich haben wir ein aktives Programm der Natur-Interpretation eingeführt; einige von uns haben ein Praktikum gemacht, welches einen viertägigen Workshop der National Association of Nature Interpretation beinhaltete.

2014: Eines der bewegtesten Jahre des GBT. Insbesondere werden wir uns daran zurückerinnern, dass wir alles nötige Geld für den Kauf eines Büros für den GBT zusammensammelten! Wie jedes Jahr gab es im Sommer Projekte, die sich mit dem Ausbau des Wanderweges beschäftigten, Bildungsveranstaltungen, Seminare sowie Interpretations-Kurse und wir konnten unsere Erfahrungen und unser Wissen in anderen Regionen verbreiteten.

2015: In diesem Sommer veranstalteten wir 11 internationale Camps, bei denen am Wanderweg gebaut wurde, und im September folgte ein sehr wichtiges Event: Die Eröffnung unseres neuen Büros! Jetzt, da wir ein eigenes Büro haben, haben wir mehr Möglichkeiten, diverse Veranstaltungen, Trainings, Workshops und informelle Treffen zu organisieren.

In 13 Jahren (2003-2015) haben wir 211 internationale Sommer Projekte durchgeführt. Dabei haben wir mit mehr als 5000 Freiwilligen in den verschiedensten Gebieten der Irkutsk Region und der Republik Burjatiens Wege gebaut und ausgebessert.

Viele Wege haben sich gekreuzt, viele Geschichten wurden erzählt und das ist erst der Anfang...

Der Baikalsee ist einmalig auf unserem Planeten. Seine Schönheit ist zeitlos, seinen Wert kann man nicht bestimmen. GBT- das ist nicht einfach nur ein Wanderwegesystem. Es ist der Weg zu einer ökonomisch und ökologisch sich entwickelnden Region, die nicht durch die Arbeit der Menschen beschädigt wird, damit das einmalige Ökosystem des Baikal erhalten wird für zukünftige Generationen.

Lasst uns gemeinsam diese schöne Erde noch besser gestalten!